Vorwort

Christophe Foltzenlogel

Dr. Claudia Kaminski

Micheline et Jacques

Mot de bienvenue

Christophe Foltzenlogel

Dr. Claudia Kaminski

Micheline et Jacques

GENDER und FAMILIE

Schon vor vielen tausenden Jahren, als in der Jungsteinzeit unsere Vorfahren begannen sesshaft zu werden, war es ihnen klar, dass es zweierlei Menschen gibt: Frauen und Männer. Klar war es ihnen auch, dass ein Mann und eine Frau eine Familie gründeten um sich fortzupflanzen. Noch als sie ohne festen Wohnsitz herumzogen, hatten sie die tägliche Arbeit geteilt, die Männer jagten kleinere und größere Wildtiere, schützten und verteidigten den Clan, die Frauen sammelten Kräuter, Wurzeln, Früchte und besorgten die Familie : Mann, Frau, Kinder, einen Bruder, eine Schwester, die keinen « Anschluss » gefunden hatten, « sitzen geblieben » waren.

Viel später wurde die Tatsache der Zweigeschlechtlichkeit durch die Wissenschaft belegt. In jeder der Milliarden Zellkerne des weiblichen Körpers befinden sich zwei X-Chromosome, in jeden der Milliarden Zellkerne des männlichen Körpers hingegen ein X- und ein Y-Chromosom.

Die Religionen, deren Ziel und Zweck es war die Gesellschaft zu organisieren, stuften die Familie als feste, sicherungswürdige Einrichtung ein. Später, zur Zeit der französischen Revolution, übernahm die aufsteigende zivile Gesellschaft die Familie als wertvollen Baustein. Verschiedene Religionen erlauben die Polygamie wahrscheinlich um dem Überschuss an Frauen gerecht zu werden: Männer leben gefährlich, durch Krieg, Kampf, ansteckende Krankheiten verlieren viele von ihnen das Leben in jungen Jahren.

Seit vielen tausenden Jahren waren beide Begriffe, Zweigeschlechtlichkeit und Familie eine auf Beobachtung, Erfahrung,  später auf Wissenschaft beruhende Selbstverständlichkeit. Am Ende des zweiten Jahrtausend unserer Zeitrechnung soll es nun zu einem Umbruch kommen. Weshalb ? Gibt es nicht Menschen, die sich durch die Kultur des Gegenteils einen Namen machen wollen. Hierzu kommt uns ein treffendes Sprichwort in den Sinn: In müßiger Weile schafft der böse Geist. Welches sind die Grundgedanken dieser Welterneuerer ?

1. « Die ganze Gesellschaft wird gegendert ». Was das in Wirklichkeit bedeutet bleibt rätselhaft. « Gender » ist inzwischen zu einem Kampfbegriff geworden. Versuchen wir das Ganze zu klären. Laut der Chefideologin der Gendertheorie Judith Butler gibt es keine Männer und Frauen, denn das Geschlecht sei eine phantastische Konstruktion, beziehungsweise ein konditioniertes Verhalten, welches sich jederzeit ändern lasse. Wir leben nur in einer « sexuellen Orientierung ». Zu unserer Freiheit gehört auch  die Freiheit das Geschlecht zu wählen. Es müssen demnach « neue Rechte » proklamiert werden. Der Mensch löst sich von allen Bindungen und befindet sich in der neuen Weltordnung der Sexualität. Zu diesem Kauderwelsch passt ganz genau Goethes Überlegung: » Wo Begriffe fehlen stellen Worte schnell sich ein ».

2. Ehe und Familie sind das größte Hindernis zur neuen Weltordnung, deshalb wird die Vater-, Mutter-, Kind-Familie marginalisiert, ausgeklammert. Schon bei Karl Marx heißt es: « Das Geheimnis der Heiligen Familie ist die irdische Familie. Um die erste zum Verschwinden zu bringen, muss letztere theoretisch und praktisch vernichtet werden. »

Ist es notwendig dem mündigen Bürger die Absurdität dieser Äußerungen und Theorien zu beweisen? Wie schon eingangs betont, ist das Geschlecht durch die Erbanlagen festgelegt. Bei der Frau befindet sich der Geschlechtsapparat wohl beschützt im Becken. Die ersten Stadien der embryonalen Entwicklung  laufen ebendort ab, in der fortgeschrittenen, und der letzten Phase der Schwangerschaft liegt der Fœtus wohlversorgt im Bauchraum, unter den Herten seiner Mutter.

Der Geschlechtsapparat des Mannes ist dem entgegen nach außen verlagert, auch seine Psyche ist zur Umgebung hin orientiert, er zeigt sich aggressiv, kämpferisch. Das Seelenleben der Frau hingegen ist sanftmütiger, auf Einvernehmen, Schutz und Sicherheit bedacht,

Bedauerliche Umstände, Ereignisse, auch Fehler bei der Erziehung bedingen mehr oder weniger dauerhafte Schäden. Deshalb sehen wir es als unsere erste Pflicht an, auf eine überlegte, ausgewogene Erziehung zu halten, wir dürfen keine Anstrengung scheuen, um dieses Ziel zu erreichen.

Zutiefst bedauerlich ist es, dass Judith Butler und besonders ihre Genossen, Adepten und Mitstreiter- auch an Karl Marx sei gedacht- augenscheinlich die wichtige, komplexe, physiologische und psychologische Zusammenhänge und Zusammenspiele des Geschlechtslebens von Frau und Mann ignorieren. Wir überblicken diese Vorgänge in der Kindheit, der Pubertät, bei der Partnersuche, ohne die Mutterschaft, die Vaterschaft zu vergessen, unser modernes Wissen wird jeden Tag reicher und überzeugender. Würden sie auch nur die wichtigsten Tatsachen, welche die moderne Forschung erbracht hat, in Betracht ziehen, müssten sie das « Gendern » beschämt beiseite schaffen und auf Vergessen hoffen.

J.M.

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Die Europäische Bürgerinitiative "One of us"

"One of us" - "Einer von uns" ist eine durch den Lissabonvertrag ermöglichte europäische Bürgerinitiative, welche sich zum Ziel gesetzt hat, europaweit mindestens eine Million UnterzeichnerInnen zu gewinnen. In Luxemburg müssen es 4500 Unterschriften sein.

Es geht darum, die EU aufzufordern, fortan keine (Steuer)gelder mehr in die Stammzellenforschung an menschlichen Embryonen zu investieren (2011 waren es 24 Millionen Euro) und die Kommission sowie das Parlament zu bewegen, sich mit dieser Problematik eingehend auseinander zu setzen.

In der Tat steht spätestens seit den Forschungsergebnissen der Nobelpreisträger für Medizin (2012) Yamanaka und Gurdon fest, dass Heilung (z.Bsp. von Leukämie, Parkinson, Alzheimer u.s.w…) mit adulten Zellen, welche in pluripotente Stammzellen zurückprogrammiert werden, durchaus möglich ist. Die Ergebnisse sind z.T. spektakulär, wie beispielsweise kürzlich in Chicago, wo US-Ärzte einer Zweijährigen in einer Plastikform innerhalb einer Woche aus ihrem eigenen Knochenmark eine neue Luftröhre gezüchtet und erfolgreich eingesetzt haben.

Die Verwendung von körpereigenen adulten Stammzellen ist nicht nur ethisch unbedenklich, sondern hat noch einen weiteren sehr wichtigen Vorteil. Aus dem eigenen Körper entnommene und zurückprogrammierte Zellen, mit denen der Patient behandelt wurde, rufen im Gegensatz zu Stammzellen eines fremden Spenders, keine Abstoßungsreaktionen hervor, welche wiederum mit Medikamenten abgewendet werden müssten. - Die Stammzellenforschung an Embryonen kommt im Vergleich nur sehr zögerlich voran.

Andererseits hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg vor zwei Jahren zum Thema der Patentierbarkeit menschlicher Embryonen für die Ausweitung des Schutzes der menschlichen Würde auch für die frühesten Entwicklungsstadien seiner Existenz entschieden. So heisst es im Urteil zum Patentstreit “Greenpeace-Brüstle”, dass „jede menschliche Eizelle vom Stadium ihrer Befruchtung an als „menschlicher Embryo“ […] anzusehen ist, da die Befruchtung geeignet ist, den Prozess der Entwicklung eines Menschen in Gang zu setzen“. Der EuGH stellt fest: „ Der menschliche Körper in den einzelnen Phasen seiner Entstehung und Entwicklung sowie die bloße Entdeckung eines seiner Bestandteile, einschließlich der Sequenz oder Teilsequenz eines Gens, können keine patentierbaren Erfindungen darstellen.“

Wenn also die Würde des Menschen von Beginn der Verschmelzung von Ei- und Samenzellen respektiert werden soll, und es für therapeutische Zwecke eine wirksamere Alternative gibt,  warum embryonale Stammzelllinien, die aus im Zuge dessen getöteten Embryonen gewonnen werden, überhaupt noch zu Forschungszwecken verwenden?

Bitte informieren Sie sich. Unterstützen Sie die europäische Bürgerinitiative “One of Us” mit Ihrer Unterschrift!

Die Anleitung dazu finden Sie unter www.oneofus.eu.

Wenn Sie bei der Unterschriftensammlung mithelfen wollen, wenden Sie sich an die “Vie Naissante” (Tel. 44 44 40; e-mail: Cette adresse e-mail est protégée contre les robots spammeurs. Vous devez activer le JavaScript pour la visualiser. )

Pour la Vie Naissante/One of Us

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