Zur Petition 867 gegen die medizinisch unterstützte Fortpflanzung mit fremdem Samenspender (Procréation médicalement assistée avec tiers donneur, PMA) und gegen die Leihmutterschaft (Gestation par autrui, GPA)

Grundsätzlich ist der Kinderwunsch edel und legitim. Trotzdem gibt es kein Recht auf ein Kind. Die Freiheit und Rechte des Einzelnen hören dort auf, wo die Freiheit und das Recht anderer beginnt.

Der Staat hat seinerseits die Aufgabe, die Schwächsten in der Gesellschaft, darunter die Kinder, zu schützen.

Jedes Kind ist von Anfang an uns Erwachsenen ausgeliefert. Es kann nichts selber entscheiden, es braucht relativ lange leibliche und seelische Pflege, Fürsorge, Geborgenheit. Von asozialen Ausnahmen abgesehen, ist jedes Kind am besten bei seinen leiblichen Eltern aufgehoben. Es braucht die Liebe und Zuneigung besonders seiner Mutter, aber auch seines Vaters. Sie ist sein seelischer Sauerstoff. Gute Adoptiveltern können durchaus diese Liebe entwickeln und schenken ; sie ersetzen aber nie die Eltern. Nicht von ungefähr machen sich viele adoptierte Kinder ab dem Jugendalter auf die Suche ihrer biologischen Eltern, auch wenn sie ihre Adoptiveltern dankbar schätzen und lieben.

PMA

Mit Hilfe der medizinisch unterstützten Fortpflanzung (PMA) mit fremdem Samenspender, sei er anonym oder nicht, sollen mit dem vorliegenden Gesetzesprojekt 6568A alleinstehende Frauen oder zwei lesbische Frauen das Recht bekommen, Kinder zu haben, denen der Vater von vorne herein vorenthalten werden kann, ob er noch lebt oder sogar bereits verstorben ist. Abgesehen vom Problem der überzähligen Embryonen, werden so willentlich Halbwaise geschaffen.

GPA

Die Leihmutterschaft soll momentan laut Gesetzesvorlage in Luxemburg verboten werden. Allerdings sollen Kinder, die im Ausland über Leihmutterschaft legal besorgt wurden, anstandslos anerkannt werden. Die Personen, die die Leihmutter gemietet haben, sollen nicht zur Rechenschaft gezogen werden.

Da diese Situation selbstverständlich unhaltbar ist, weil ja somit eine soziale Diskriminierung entsteht (die Reichen gehen ins Ausland, die Armen müssen auf die Bestellung verzichten), ist die Legalisierung auch in Luxemburg vorprogrammiert. Diese Vorgehensweise ist unredliche Augenwischerei und Heuchelei.

Nun ist Leihmutterschaft ist in doppelter Hinsicht unannehmbar.

Zum einen führt sie zur Ausbeutung von Frauen.

In vielen Fällen erscheint sie als Ausweg aus bitterer Armut. Frauen in Ländern wie Russland, Thailand oder Indien, die den Unterhalt ihrer Familie kaum bestreiten können oder in bitterer Armut zu überleben versuchen, sehen hier eine Chance, in relativ kurzer Zeit viel Geld zu verdienen. Hier kann man mutatis mutandis eine Parallele mit der Prostitution und dem Menschenhandel ziehen. Echte Freiwilligkeit ist kaum im Spiel. Frauen werden oft nicht vollständig informiert und unterwerfen sich Zwangsverhältnissen, in denen eine mangelhafte Gesundheitsvorsorge zur Gefahr für die eigene Gesundheit wird. 1

In reichen Ländern wie in verschiedenen Staaten der USA, wo die Tarife wesentlich höher sind, geht es Leihmüttern aus dem Mittelstand darum, sich ein substantielles Zusatzeinkommen zu sichern, auch wenn manche überzeugt sind, ein gutes Werk zu tun.

In allen Fällen verdienen die Agenturen, sowie Versicherungsgesellschaften, Rechtsanwälte, Ärzte u.a ganz prächtig daran. Deshalb rühren sie natürlich genauso die Werbetrommel wie irgendeine Firma, die ihr Produkt an den Kunden bringen will. Eine Leihmutter, alle Dienstleistungen inbegriffen, kann bis zu 150 000 Dollar kosten (siehe: Surrogate Solutions in den USA). - Leihmutterschaft kommt einem Handel mit Kindern gleich. Im Geiste der Konsumgesellschaft wird das Kind zur bestellbaren Ware degradiert.

Selbst wenn Frauen die Leihmutterschaft als großzügigen Dienst an einer kinderlosen Familie sehen, und bloß die Unkosten gedeckt bekommen, also keine direkte Ausbeutung im Spiel ist, bleibt die Leihmutterschaft ethisch unvertretbar, da das Kind darunter zu leiden hat.

In der Tat verstößt die Leihmutterschaft zum zweiten gegen das Wohlergehen und gegen ein fundamentales Recht des Kindes.

Sie führt zur empfohlenen und gewollten Unterdrückung der Bindungsentwicklung zwischen Mutter und Fötus während der Schwangerschaft. Das „pränatale Bonding“, oder „Mutterglück“, kommt nicht zustande. Mit der biologischen Verbindung zwischen Mutter und Kind geht nämlich, besonders in den letzten Monaten, eine intime, über Hormone vermittelte psychische Verbindung einher, die unmittelbar nach der Geburt fortgesetzt und verstärkt wird. In der Regel unterdrücken Leihmütter dieses Bonding zum eigenen Schutz, aber zum seelischen Schaden des Kindes. - Wenn die Leihmutter das Bonding trotzdem entwickelt, wird die Trennung umso schmerzlicher für sie und für das Kind.

Schließlich wird, wie bei der PMA, das Kind seiner natürlichen Abstammung ganz oder zum Teil beraubt. Rechtliche Komplikationen sind vorprogrammiert.

Fazit: Die Gesetzesvorlage widerspricht Frauenrechten (GPA) und den Kinderrechten (PMA und GPA), es ist unvereinbar mit dem Respekt der Würde und Unverfügbarkeit des menschlichen Körpers. Die Staaten sollten also, wie es auch das Europaparlament am 30. November 2015 empfohlen hat, auf ein weltweites Verbot dieser Praxis hin arbeiten, anstatt mit einer stets liberaleren „gesetzlichen Umrahmung“ die Menschenrechte immer weiter auszuhöhlen, und bedenklichen Entwicklungen, wie genetische Auslese, Vorschub zu leisten.

André Grosbusch

1Die Risiken für Frauen sind ein Ovar-Hyper-Stimulations-Syndrom (OHSS), Ovarverkrümmung, Zysten in der Gebärmutter, chronische Beckenschmerzen, verfrühte Menopause, Verlust von Fruchtbarkeit, Krebs in den Reproduktionsorganen, Blutgerinnsel, Nierenversagen, Schlaganfall und in einigen Fällen Tod. Frauen, die mit den Eiern einer anderen Frau schwanger werden, haben ein erhöhtes Risiko für einen Präeklampsie (Schwangerschaftsintoxikation) und hohen Blutdruck. Quelle: Petition „Stop Surrogacy Now“

Für den Schutz des Kindes und der menschlichen Würde, gegen das Gesetzesprojekt Nr 6568A betreffend die medizinische Fortpflanzung mit Drittspendern (künstliche Befruchtung mit Sperma eines Dritten) und die Leihmutterschaft (GPA - Austragen eines Kindes durch eine Leihmutter, die ihr Kind hergibt an einen Auftraggeber).

http://chd.lu/wps/portal/public/Accueil/TravailALaChambre/Petitions/RoleDesPetitions?action=doPetitionDetail&id=1008

Le Comité des droits des personnes handicapées prend position contre l’avortement et l’euthanasie des personnes handicapées
 
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ComitÉ des droits des personnes handicapées- Genève

Le Comité des droits des personnes handicapées des Nations unies a officiellement affirmé que l’avortement des enfants en raison d’un handicap chez le fœtus est contraire à la Convention relative aux droits des personnes handicapées.
 
Alors qu’une pression importante s’exerce pour imposer la légalisation de l’avortement eugénique, le Comité des droits des personnes handicapées des Nations unies vient de déclarer dans un document officiel que « Les lois qui autorisent explicitement l’avortement en raison d’un handicap violent la Convention des droits des personnes handicapées (Art. 4,5 et 8). » Ce Comité poursuit en expliquant que ce type d’avortement est souvent basé sur des diagnostics erronés, et que « Même s’ils ne sont pas faux, cette affirmation perpétue le préjugé selon lequel le handicap serait incompatible avec une vie heureuse. »

Par cette déclaration, le Comité des droits des personnes handicapées s’oppose frontalement au Comité des droits de l’homme qui a entrepris de réinterpréter le « droit à la vie » comme comprenant un droit à l’avortement « tout particulièrement lorsque (…) le fœtus présente des malformations mortelles ». Le Comité des droits des personnes handicapées demande le retrait de cette affirmation.

La déclaration du Comité des droits des personnes handicapées est d’une grande importance. Elle rappelle, une nouvelle fois, la nécessité de s’opposer fermement à la tentation eugéniste qui repose sur le mépris de la faiblesse. Déjà, en 1947, les rédacteurs de la Déclaration universelle des droits de l’homme durent s’opposer à la tentative visant à permettre la « prévention de la naissance d’enfants handicapés mentalement » et d’enfants « nés de parents souffrant de maladie mentale ». La similitude de ces propositions avec l’idéologie nazie fut alors dénoncée.
L’ECLJ se réjouit de cette déclaration qui va dans le sens de ses nombreuses interventions devant le Conseil des droits de l’homme. L’ECLJ continuera à dénoncer l’eugénisme prénatal ainsi que les avortements tardifs et à rappeler que les droits à la vie et aux soins doivent être garantis à toute personne.
Le Comité des droits des personnes handicapées a également pris position contre un prétendu « droit à l’euthanasie » car, selon lui « cela perpétue les idées reçues selon lesquelles les personnes gravement handicapées souffrent et seraient plus heureuses mortes» Comme les enfants à naître handicapés…

L’ECLJ a également adressé un mémoire au Comité des droits de l’homme au soutien du droit à la vie, soutenu par plus de 130 000 personnes.
L’ECLJ participera aux prochaines réunions du Comité des droits de l’homme à Genève les 27 octobre, 1er et 2 novembre.
Nous vous invitons à signer cette pétition et à partager cette information autour de vous.
Merci pour votre soutien !
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Mme Theresia Degener, Présidente du Comité des droits des personnes handicapées.
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L’ECLJ est une organisation internationale non gouvernementale fondée en 1998 et dédiée à la promotion et la protection des droits de l’homme en Europe et dans le monde.
 
 

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SÉMINAIRE DE HAUT NIVEAU À BRUXELLES

Prévention de l'avortement en Europe, cadre légal et politiques sociales

Le Centre européen pour le droit et la justice organise conjointement avec la Commission des Épiscopats de la Communauté européenne (COMECE), un séminaire d'études de haut niveau, le 22 juin au siège de la COMECE, Square de Meeûs, 19/1 à Bruxelles (Belgique).
Le recours massif à l’avortement est un problème social et de santé publique qui affecte la société dans son ensemble et pour son avenir. L’objet de ce séminaire est d’identifier les bonnes pratiques pour une politique de prévention de l’avortement efficace, particulièrement auprès des jeunes. Ce sera l'occasion pour l'ECLJ de proposer plusieurs présentations issues notamment de son ouvrage : "Droit et prévention de l'avortement en Europe", ainsi qu'une synthèse enrichie grâce à plusieurs experts européens qui exposeront les politiques nationales en matière de prévention de l'avortement.
Outre les auteurs du livre et le Secrétaire général de la COMECE, seront présents également le Professeur Assuntina Morresi pour l'Italie, le Dr Petra Cador pour l'Allemagne, Me Zuzana Brixova pour la Slovaquie, MeVladimir Gjorcevpour la Macédoine et d'autres experts et universitaires.
Vous pouvez vous inscrire pour assister à ce séminaire en cliquant sur le lien sous l'affiche. Le nombre de places étant limité, nous vous prions de vous inscrire uniquement si vous êtes sûrs de pouvoir assister à l'ensemble de la journée.

Assister au séminaire
Une interprétation Français/Anglais aura lieu pour ce séminaire soutenu parSallux.

pdf Lettre au recteur de l'Université Catholique de Louvain suite au renvoi du professeur Stéphane Mercier