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Die Europäische Bürgerinitiative "One of us"

"One of us" - "Einer von uns" ist eine durch den Lissabonvertrag ermöglichte europäische Bürgerinitiative, welche sich zum Ziel gesetzt hat, europaweit mindestens eine Million UnterzeichnerInnen zu gewinnen. In Luxemburg müssen es 4500 Unterschriften sein.

Es geht darum, die EU aufzufordern, fortan keine (Steuer)gelder mehr in die Stammzellenforschung an menschlichen Embryonen zu investieren (2011 waren es 24 Millionen Euro) und die Kommission sowie das Parlament zu bewegen, sich mit dieser Problematik eingehend auseinander zu setzen.

In der Tat steht spätestens seit den Forschungsergebnissen der Nobelpreisträger für Medizin (2012) Yamanaka und Gurdon fest, dass Heilung (z.Bsp. von Leukämie, Parkinson, Alzheimer u.s.w…) mit adulten Zellen, welche in pluripotente Stammzellen zurückprogrammiert werden, durchaus möglich ist. Die Ergebnisse sind z.T. spektakulär, wie beispielsweise kürzlich in Chicago, wo US-Ärzte einer Zweijährigen in einer Plastikform innerhalb einer Woche aus ihrem eigenen Knochenmark eine neue Luftröhre gezüchtet und erfolgreich eingesetzt haben.

Die Verwendung von körpereigenen adulten Stammzellen ist nicht nur ethisch unbedenklich, sondern hat noch einen weiteren sehr wichtigen Vorteil. Aus dem eigenen Körper entnommene und zurückprogrammierte Zellen, mit denen der Patient behandelt wurde, rufen im Gegensatz zu Stammzellen eines fremden Spenders, keine Abstoßungsreaktionen hervor, welche wiederum mit Medikamenten abgewendet werden müssten. - Die Stammzellenforschung an Embryonen kommt im Vergleich nur sehr zögerlich voran.

Andererseits hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg vor zwei Jahren zum Thema der Patentierbarkeit menschlicher Embryonen für die Ausweitung des Schutzes der menschlichen Würde auch für die frühesten Entwicklungsstadien seiner Existenz entschieden. So heisst es im Urteil zum Patentstreit “Greenpeace-Brüstle”, dass „jede menschliche Eizelle vom Stadium ihrer Befruchtung an als „menschlicher Embryo“ […] anzusehen ist, da die Befruchtung geeignet ist, den Prozess der Entwicklung eines Menschen in Gang zu setzen“. Der EuGH stellt fest: „ Der menschliche Körper in den einzelnen Phasen seiner Entstehung und Entwicklung sowie die bloße Entdeckung eines seiner Bestandteile, einschließlich der Sequenz oder Teilsequenz eines Gens, können keine patentierbaren Erfindungen darstellen.“

Wenn also die Würde des Menschen von Beginn der Verschmelzung von Ei- und Samenzellen respektiert werden soll, und es für therapeutische Zwecke eine wirksamere Alternative gibt,  warum embryonale Stammzelllinien, die aus im Zuge dessen getöteten Embryonen gewonnen werden, überhaupt noch zu Forschungszwecken verwenden?

Bitte informieren Sie sich. Unterstützen Sie die europäische Bürgerinitiative “One of Us” mit Ihrer Unterschrift!

Die Anleitung dazu finden Sie unter www.oneofus.eu.

Wenn Sie bei der Unterschriftensammlung mithelfen wollen, wenden Sie sich an die “Vie Naissante” (Tel. 44 44 40; e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! )

Pour la Vie Naissante/One of Us

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