Luxemburg, überhöre bitte die Stimme des ungeborenen Kindes nicht!

 

Unser Erzbischof Jean-Claude Hollerich zitiert in seinem Schreiben „Wunder des Lebens -Zeichen der Hoffnung", dass die katholische Kirche sich nicht nur auf das jüdisch-christliche Menschenbild stützt, sondern auch und vor allem auf die Vernunftargumentation im Rahmen der Tradition der Menschenrechte. Bei allen  Emotionen, die bei der Diskussion um den Schwangerschaftsabbruch hochkommen, ist es wichtig, das ungeborene Kind nicht zu vergessen.  Das werdende Kind im Mutterleib ist nicht Bestandteil der „Eingeweide" der Mutter, das zu ihrem Leben erforderlich wäre und über das sie selbstherrlich verfügen könnte, sondern es existiert in ihr ein neues menschliches Leben, das ihr anvertraut ist. Jedes Leben - auch das ungeborene - ist in der Tat ein Wunder und ein Geschenk. Der Herzschlag hat um den 24. Tag nach der Empfängnis eingesetzt, obwohl der Embryo eine Herzkammer besitzt. Es beginnt sich schon ein sehr einfaches Rückenmark auszubilden.  Mit vier Wochen kann man auch schon Augen und Ohren erkennen. Jeden Tag wächst das ungeborene Kind ungefähr einen Millimeter.  Psychologen bestätigen, dass ungeborene Kinder gefühlsmäßig auf uns reagieren. Das Kind kann Liebe, Angst, Ablehnung und Freude spüren. Wenn  es noch im Mutterleib schwimmt, beginnt es bereits das Leben zu lieben.

Apellieren wir die Worte bei der Friedensnobelpreisverleihung in Oslo  im Jahre 1979 von Mutter Teresa an unser Gewissen: „Der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des unschuldigen,ungeborenen Lebens. Wenn  eine Mutter ihr eigenes Kind in ihrem eigenen Schoß ermorden kann, was für ein schlimmeres Verbrechen gibt es dann noch als wenn wir uns gegenseitig umbringen? Sogar in der Heiligen Schrift steht: „Selbst wenn die Mutter ihr Kind vergessen könnte, ich vergesse es nicht. Aber heute werden Millionen ungeborener Kinder getötet, und wir sagen nichts. In den Zeitungen lesen wir dieses oder jenes, aber niemand spricht von den Millionen von Kleinen, die empfangen wurden mit der gleichen Liebe wie Sie und ich, mit dem Leben Gottes. Und wir sagen nichts, wir sind stumm. Für mich sind die Nationen, die Abtreibung legalisiert haben, die ärmsten Länder. Sie fürchten die Kleinen, sie fürchten das ungeborene Kind."

Schaffen wir daher in Luxemburg eine Atmosphäre, in der Rahmenbedingungen es ermöglichen, wo das ungeborene Kind sich nicht vor dem Leben fürchten  und sich auf den Tod vorbereiten muß.  Tun wir bitte das den Kleinsten und Unschuldigsten unseres Landes nicht an! Wieviel Lebenspotential und Genialität würden einfach dadurch „weggeworfen"..!  Vernehmen wir die Stimme des ungeborenen Kindes, wie es Albert Schweitzer lapidar   auf den Punkt gebracht hat „Ich bin Leben, das Leben will, inmitten von Leben, das Leben will" .

 

Pater Theo Klein   SCJ.          Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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